Ein frech-frivoler Abend mit Francois Villon

Lyrik & Musik

Sa., 29.2.20 | 20 Uhr | RegenbogenKino

Wir laden unter dem Motto "Jazz und Lyrik" zu einem szenisch-musikalischen Abend mit Gedichten von François Villon ein. Es ist die letzte Gelegenheit, das Programm in Berlin zu erleben.

Bis heute ist François Villon, der im fernen 15. Jahrhundert lebte, bei Kennern als Verfasser deftiger Lyrik beliebt. Er führte ein unstetes Leben als Barde und Vagant, Galgenstrick, Schürzenjäger, Rauf- und Saufbold - deshalb haben seine Balladen bis heute nichts von ihrem hohen Unterhaltungswert eingebüßt:
Sie stecken voller Leidenschaft.

Mal geht es schrill und schräg zur Sache, mal wird geflucht und geflunkert, gescherzt und geschmachtet und manchmal dominieren auch die leisen Töne.
In jedem Menschen steckt eine gute Portion emotionaler Spontanität, Schlitzohrigkeit und Frechheit - Villon hält uns, mittelalterlich verbrämt, den Spiegel vor.

Wir erkennen uns - verdutzt und lächelnd.

Das Programm besteht aus zehn Gedichten - neun "offiziellen" und einer Zugabe. Drei bis vier Instrumentaltitel kommen hinzu. Inklusive ca. 20-minütiger Pause dauert es ziemlich genau zwei Stunden.

Klaus Kleinmann spricht und spielt auf der Basis der Übersetzung von Paul Zech eine redigierte Fassung von Villons Gedichten. Er tut dies auf temperamentvolle, einfühlsame und anschauliche Art, so dass der farbenfrohe Inhalt sich voll entfalten kann.

Die Jazzgruppe "Yapma Yap" aus dem Raum Frankfurt/Main sorgt - extra eingeflogen - für adäquate musikalische Untermalung.

Mit von der Partie sind Matti Mössner (Klavier), Sebastian Flotow (Kontrabass) und Gernot Siegl (Saxophon und Flöte).


Eintritt frei - Spenden willkommen.


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